Rezension: "Am Ende sterben wir sowieso"


Allgemeines:

Titel: "Am Ende sterben wir sowieso"
Autor: Adam Silvera

Seitenanzahl: 336
Genre: Jugendbuch, LGBT
Preis: 18,00€ (gebunden) || 13,99€ (ebook)
ISBN978-3038800194
Verlag: Arctis Verlag

Klappentext: 

"Was wäre, wenn das Schicksal bei dir anklopft, um dich vor deinem bevorstehenden Tod zu warnen?
 Am 5. September, kurz nach Mitternacht, bekommen Mateo und Rufus einen solchen Anruf. 
Von der »Death Cast«, die die undankbare Aufgabe hat, ihnen die schlechten Neuigkeiten zu überbringen: Sie werden heute sterben. 
Noch kennen sich die beiden nicht, doch aus unterschiedlichen Gründen beschließen sie, an ihrem letzten Tag einen neuen Freund zu finden. 
Die gute Nachricht lautet, dass es dafür eine App gibt: Sie heißt ›Last Friend‹ und durch sie werden sich Rufus und Mateo begegnen, um ein letztes großes Abenteuer zu erleben 
– und um gemeinsam ein ganzes Leben an einem einzigen Tag zu verbringen." (Quelle: www.amazon.de)

...........

Zuerst möchte ich mich beim Arctis Verlag, für die zur Verfügungstellung des Buches und bei der Netzwerk-Agentur-Bookmark, für die Leserunde auf Lovelybooks.de bedanken, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen durfte.

Ich bin schon seit gefühlten Ewigkeiten um die englische Ausgabe des Buches herumgeschlichen und auch wenn ich gerne Bücher auf Englisch lese, hat mich etwas von dem Buch zurück gehalten. Von Adam Silvera hört man nur Gutes. Seine Art zu Schreiben ist gefühlvoll und mitreißend. Daher war ich um so aufgeregter, als klar wurde, dass dieser Roman nach Deutschland kommt.

Zuerst möchte ich auf das Cover eingehen. Ein großer Pluspunkt ist, dass der Verlag beim Originalcover geblieben ist. Der Tod im Hintergrund, der auf uns alle herabblickt und wie der Schatten der Jungen zum Sensenmann wird, gibt ein direktes Gefühl für dieses Buch. 

Die Geschichte ist in vier Teile unterteilt, die abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven (meistens Mateo und Rufus) mit Zeitangabe geschrieben wurden. Auffällig: Mateo und Rufus sind immer aus der Ich-Perspektive zu lesen. Andere Nebencharaktere, die entweder Freunde sind oder indirekt mit den Beiden zu tun haben, aus der Erzählperspektive. So bleiben die beiden Jungen im Fokus und man verliert sie nicht aus den Augen und fühlt sich im Laufe des Buches mit ihnen verbunden.

Das Thema ist schwer, es regt zum Nachdenken an. Denn wenn man Jung ist, fühlt man sich unsterblich und meint, man hätte so viel Zeit alle Dinge, die man gerne erleben möchte, auch zu tun. Diese Geschichte möchte wachrütteln. Solch ein Gefühl hatte ich. Beide Jungen sind zwischen 17 und 18 Jahre alt, als sie mitten in der Nacht den Anruf bekommen. Kaum Zeit wirklich gelebt zu haben. Man selbst beginnt sich zu fragen, während die Charaktere Seite für Seite beginnen sich zu entwickeln, wie man selbst die letzten 24 Stunden seines Lebens verbringen würde.

Wir können natürlich nie wissen, wann wir sterben. Wir haben keinen Death Cast. Um so wichtiger ist es doch, mit der, von vornherein, begrenzten Zeit das Beste zu machen. 

Adam Silveras Schreibstil ist simple und gut zu lesen. Doch so flüssig und leicht er ist, so tiefgründig wird er ohne poetisch zu wirken. Und die Geschichte, die Charaktere, was die Erinnerung an die eigene Sterblichkeit mit einem macht, hallt lange nach.
Ich habe dieses Buch am Mittwoch bekommen und in der Nacht von Donnerstag auf Freitag beendet. Heute ist Sonntag. Und ich habe mich noch nicht von diesem Buch erholt (im positiven Sinne). 

Es ist einfach wahnsinnig gut; eine besondere Erfahrung, die zum Nachdenken anregt.

Bewertung:

Ich kann 'Am Ende sterben sie sowieso' an jeden empfehlen, der gerne tiefgründige Jugendliteratur mit LGBT Charakteren liest. Dieses Buch ist gefühlvoll und hallt sehr lange nach. Ich hoffe, dass alle Werke des Autors den Weg nach Deutschland finden und ich lege meine Hoffnung in den Arctis Verlag. Ich für meinen Teil werde jeden neuen Roman von Adam Silvera mit Freude lesen. Mich hat er komplett überzeugt.

Deswegen vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sternen.

Kommentare