Rezension: 'Haus der Schatten'



Allgemeines:

Titel: "Haus der Schatten"

Autor: S.Y. Blank

Seitenanzahl: 656
Preis ebook: 6,99€
Genre: LGBT, Horror, Young Adult, Mystery


Auch erhältlich als Taschenbuch.

ISBN 978-1545035467
Preis: 19,90€
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Klappentext:

Tritt ein ins Haus der Schatten... wenn du es wagst. England, November 1888. Abgeschieden in den Hochmooren Cumberlands liegt der Herrensitz Marmond House. Schon lange dem Vergessen preisgegeben, verfällt das Anwesen immer mehr, und in ihm eingeschlossen sind viele Geheimnisse. Wie aus dem Nichts taucht ein Fremder auf, um das Familienerbe anzutreten und das Haus zu neuem Leben zu erwecken. Kinderlos und fasziniert von der Metaphysik, adoptiert Baron Duncan Asquith zwei Jungen, deren Schicksal auf mysteriöse Weise mit dem des Schlossherrn verknüpft ist und bis weit in die Vergangenheit reicht. Für Giles Favell und Victor Cavendish beginnt ein neues Leben, aber bald schon ahnen sie, dass mehr hinter den alten Mauern liegt, als es ihr Vorstellungsvermögen fassen kann. Denn das Haus vergisst nicht...

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Das Autorenteam S.Y. Blank versteht es eine tolle Atmosphäre aufzubauen. Sie zieht einen sehr in ihren Bann und man möchte das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen. Ihr Schreibstil ist ausführlich ohne langweilig zu werden. Die Charaktere liebevoll ausgearbeitet und selbst bis zur bissigen 'Hausdame' unterhalten sie und man möchte wissen, wie es mit ihnen weitergeht.

Der Aufbau der Geschichte und die Ausarbeitung der Umgebung gibt ein tolles Bild und das Haus wird zu einem eigenen Charakter, der für sich allein steht. Schon früh wird klar, dass es so auch gewollt ist und man lernt das Haus nach und nach zu verstehen.

Die Atmosphäre wechselt ständig, aber ein bedrückendes Gefühl bleibt das ganze Buch über und man ahnt schon früh, dass die Geschichte für einige Charaktere wohl kein gutes Ende nehmen wird.

"Haus der Schatten" ist keine locker leichte Urlaubslektüre, denn das Buch behandelt psychische Traumata, sehr gut recherchierte Behandlungsmethoden von Epilepsie und die Frage, wann man bereit ist, Menschen gehen zu lassen.

Der Horror kommt auch nicht zu kurz und wird von dem Autorenteam hervorragend in Szene gesetzt. Keine blutigen Schockmomente. Hier wird sich vollkommen auf die Atmosphäre verlassen.

Die Geschichte selbst wird aus der Sicht von Giles erzählt, einem Waisenknaben mit interessanter Herkunft. Ihm zuzuhören ist, als würde man in dem Haus selbst vor dem Kamin sitzen und seinen Worten lauschen, die seine Geschichte erzählen. 

Die Geschichte ist eindeutig im LGBT Genre einzuordnen und beinhaltet explizite, homoerotische Elemente, die aber nie ins vulgäre abrutschen, sich wohl aber, meiner Ansicht nach, zu sehr häufen. Ich habe nichts gegen erotische Inhalte, solange sie sich in Maßen halten. Dies ist allerdings auch der einzige Kritikpunkt an diesem Buch. 

Abschließend möchte ich auf die Nachwirkung des Buches eingehen. Oft ist es so, dass Bücher einen so gut unterhalten haben, dass man stundenlang über sie reden kann. Dieses Buch hat mich sogar noch Tage verfolgt - und das nicht in einem negativen Sinne. Man denkt noch lange über das Geschehene nach und vor allem das Ende nimmt einen sehr mit. Aber so mag ich es. Ich bin kein Typ Mensch der ein Buch ausliest, es zuklappt und vergisst.

Diese Rezension ist auf dem ersten Blick sehr oberflächlich gehalten, aber das liegt daran, dass ich auf keinen Fall Dinge verraten möchte. Das Buch hat viele Wendungen, tolle Charaktere, eine tolle Atmosphäre, grandiosen Schreibstil und nur ein unnötiger Spoiler würde viel zerstören.

Bewertung

Ich vergebe für "Haus der Schatten" 5 von 5 Sternen. 

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Weitere Werke der Autoren:
Der gestohlene Prinz - Feuer und Eis
Der gestohlene Prinz - Krone und Schwert
Der gestohlene Prinz - Schatten und Licht




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